K.U.L.T. rockt am THG

Über 350 Zuschauer wurden in den Bann der diesjährigen K.U.L.T.-Veranstaltung gezogen. Von Gesang bis Theater, die Beiträge waren beeindruckend.

Nicht alle bekamen am 27.3. im Theodor-Heuss-Gymnasium einen Sitzplatz, doch das Stehen hat sich gelohnt. Unterschiedlichste Talente begeisterten das Publikum. Eröffnet wurde der Abend von der Lehrerband „Pauker mit Paukern“ und Herr Kohleisen ließ die Luft mit seinen Gitarrenläufen vibrieren. Helena Köster, die mit ihren Poetry-Slams schon diverse Preise gewonnen hat, hat der Liebe mit scharf gestochenen Worten Pfeile versetzt. Die jüngsten Künstler, Zoé Kirschhöfer, Leon Bartscht und Joshua Schurr aus der Klasse 5a, ließen sich ihre Aufregung nicht anmerken und tanzten, die Schwerkraft außer Kraft setzend, einen Breakdance mit coolen Soloparts. Seit Monaten schon fieberten sie auf das Event zu und konnten fast ihre ganze Klasse als Fanclub im Publikum wiederfinden. Total „hip“ tanzte Franca Rogg Hip Hop zu unterschiedlichen Rhythmen. Viel gelacht wurde bei dem Stück „Rotkäppchen“ der Theater-AG. Es wimmelte von roten Kappen und der böse Wolf wurde geschickt vom Grünkäppchen ausgetrickst, auch wenn die Großmutter ihrem vorbestimmten Schicksal nicht entgehen konnte. Mit den Liedern „Almost Lover“ und „I see fire“, gesungen von Ana Meinert, Parmida Asgari und Madeleine Stiefel, wurde es ganz ruhig im Publikum und die warmen Stimmen bahnten sich ihren Weg und klangen über den bloßen Raum hinaus. Ganz im Stil des dokumentarischen Theaters gab der Tanzkurs von Frau Kullmann eine Einführung in choreographische Aspekte des Tanzes, um dann beachtliche Bewegungskompositionen zur Schau zu stellen. Mit jüdischer Volksmusik traf Frau Noblé eine Musikauswahl, die ganz im Sinne guter Unterhaltung stand. Die Melodien luden ein zum Mitschaukeln und die Musiker hatten sichtbar Spaß an ihrer Musik. Zwei Schülerbands spielten zum Schluss auf höchstem Niveau eigene Lieder, die Lust auf den Sommer machten und deren Melodien die Gedanken treiben ließen. Florian Eichin, der Sänger von „Lazarus Effect“, wurde direkt nach seiner Show vom „JuKS“, dem Jugend- und Kinderhaus St. Georgen, schon für den nächsten Auftritt angefragt. So führten die Künstler des Abends das Publikum von Lustigem zu Traurigem, unterhielten auf vielfältigste Art- und Weise: K.U.L.T. war dieses Jahr ein einziges großes Konzert, das noch eine Weile weiterhallen wird.


Swantje Armbruster